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Chronik-Tabelle


Von Arnoldisdorf bis Arnsdorf


Arnoldisdorfdas jetzige Arnsdorf ,
Dorf des Arndt des Adlerkühnen, ist eines der Dörfer, die vor der Stiftung des Klosters Alt-Cella  gegründet wurden. Es kann davon ausgegangen werden, daß auf eine mindestens 800 jährige Geschichte zurückgeblickt werden kann. Die urkundliche Überlieferung der Grundherrschaften der Besiedelungszeit setzt erst in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein, für Arnsdorf sogar erst im Jahr 1348. Das Lehnsbuch Friedrich des Ernsthaften nennt am 5. Februar 1348 die Herren von Honsberg als mit dem Dorf Arnoldisdorf mit zwei Pfund Einkünften belehnt.

Daten:

1156-1162 Abschluß des Rodungswerkes zur Besiedlung (Schenkgut, ehem. Försterei, am alten böhmischen Steig, wahrscheinlich einst Erbgut für den Lokator Arndt)
1162 Stiftung des Klosters Marien-Celle (Alt-Cella)
1300 die Ritter Honsberge kaufen den Rittersitz und das Dorf Arnoldisdorf von Ulrich von Maltitz
1348 erste urkundliche Erwähnung von Arnsdorf - Arnoldisdorf
1375 Arnoldisdorf wird Arnsdorf genannt
1428 Nennung einer Kapelle im Rittergut
1435 Dietrich von Honsberg verkauft das Dorf und den Rittersitz Arnsdorf sowie Hainichen an Hans von Maltitz
1443 Verkauf des Dorfes und Rittergutes Arnsdorf an Günther und Hans von Zaßnitz (auch Zaschwitz)
1521 Bau der Arnsdorfer Mühle an der Kleinen Striegis
1542 Einrichtung der Rittergutsschäferei, Intensivierung der Schafhaltung zur Tucherzeugung
1578 Schenkgut (ehem. Försterei) wird vom Rittergut mit allen Rechten (z. B. Braurecht) gekauft
1596 Verkauf der Herrschaft Arnsdorf an Georg von Knobelsdorf
1609 Neuer Besitzer des Rittergutes ist die Familie Kölbel von Geising
1640 die Pest herrscht in Arnsdorf, sechs Menschen sterben
1668 Kauf des Rittergutes Arnsdorf durch Georg Karl von Carlowitz, Gut blieb bis 1945 in Familienbesitz
1747 Übernahme des Gutes durch Georg Wolf von Tümpling
1786 Gründung der Schützengesellschaft
1790 Bauernunruhen
1792 Preußisches Heer zieht durch Arnsdorf
1831 Übernahme des Gutes durch Ferdinand Freiherrn v. Beschwitz
1843 Einrichtung der Schule im Schenkgut (ehem. Försterei) erster Lehrer wird Heinrich Wilhelm Zschäbitz
1847 Bau der alten Schule
1900 Gründung des Geflügelzüchtervereins
1914-1918 22 gefallene Männer des Ortes im 1. Weltkrieg
1922 Bau des Kriegerdenkmales
1924 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
1927-1928 Bau der neuen Schule
1939 Bau der ersten Wasserleitung
1939-1945 34 gefallene und vermißte Männer des Ortes im 2. Weltkrieg und der Nachkriegszeit
1945 140 Umsiedler kommen nach Arnsdorf, um eine neue Heimat zu finden
1945 Bodenreform, 26 Neubauernwirtschaften entstehen
1947 Dürrejahr
1954 Hochwasser
1958 Gründung der LPG in Arnsdorf
1963 Einrichtung eines Kindergartens
1991 Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten zur Bundesrepublik Deutschland am 3.Oktober 1991
1993-1994 Schließung der Schule und des Kindergartens
1994 Arnsdorf wird Ortsteil der Gemeinde Tiefenbach (01.01.94)
1996 Am Kriegerdenkmal wird eine Ehrentafel der Gefallenen und Vermißten des 2. Weltkrieges und der Nachkriegszeit angebracht
2000 Arnsdorf erhält den Status Förderdorf
2008 Arnsdorf wird Ortsteil der Gemeinde Striegistal durch den Zusammenschluß der Gemeinden Tiefenbach und Striegistal zur Gemeinde Striegistal(01.08.2008)

Evelin Wandel

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